Was muss man beim Kauf eines Drehmomentschlüssels beachten?

drehmomentschlüssel kaufen preiswert

Beim Kauf eines Dreh­mo­ment­schlüs­sels muss man nicht auf Qua­li­tät ver­zich­ten, wenn man preis­be­wusst ein­kau­fen möchte.

Bei der Anschaf­fung eines Dreh­mo­ment­schlüs­sels ist oft die größte Hürde her­aus­zu­fin­den, wel­ches der vie­len auf dem Markt erhält­li­chen Pro­dukte das rich­tige für einen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es das erste Werk­zeug die­ser Art oder ein Ersatz­ge­rät ist, wel­ches gekauft wer­den soll. Die rie­sige Aus­wahl an ver­schie­de­nen Her­stel­lern, Grö­ßen und Aus­füh­run­gen macht es nicht gerade leich­ter, die rich­tige Wahl zu tref­fen.

Die Ent­schei­dung wird deut­lich ver­ein­facht, wenn die wich­tigs­ten Kri­te­rien bei der Aus­wahl beach­tet wer­den. Die „Schlüssel“-Frage, die sich jeder zunächst stel­len sollte, ist: Was möchte ich mit dem Dreh­mo­ment­schlüs­sel machen bzw. wo soll er zum Ein­satz kom­men? Diese Frage ist so wich­tig, weil sie schon ein­mal den benö­tig­ten Dreh­mo­ment­be­reich ein­grenzt. Wird der Schlüs­sel für die Fahr­rad­re­pa­ra­tur benö­tigt, ist er deut­lich nied­ri­ger anzu­set­zen, als wenn er bei dem halb­jähr­li­chen Rei­fen­wech­sel am eige­nen Auto ein­ge­setzt wer­den soll. Die Frage nach dem Ein­satz­ge­biet ist auch bezüg­lich der Qua­li­tät des Pro­duk­tes ent­schei­dend. Jemand, der den Dreh­mo­ment­schlüs­sel für sicher­heits­re­le­vante Bau­teile ins­be­son­dere an Fahr­zeu­gen ein­set­zen möchte, sollte sehr viel Wert auf Qua­li­tät legen, damit er sich dar­auf ver­las­sen kann, dass zum Bei­spiel seine Rad­schrau­ben mit dem rich­ti­gen Dreh­mo­ment ange­zo­gen wer­den.

Ein wich­ti­ger Punkt ist natür­lich auch die Bedien­bar­keit. In die­ser Hin­sicht kann jeder für sich selbst am bes­ten beur­tei­len, wel­ches Gerät zu einem passt. Der eine fin­det High­tech-Geräte super und springt vor Freude an die Decke, der andere schmeißt sich flu­chend auf den Boden, wenn er die dicke Bedie­nungs­an­lei­tung nur sieht. Selbst­ver­ständ­lich spielt auch der Preis im Ver­hält­nis zur Leis­tung eine große Rolle. In die­sem Zusam­men­hang soll­ten die eige­nen finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten berück­sich­tigt wer­den. Und sicher­lich spielt es auch eine Rolle, wie oft der Dreh­mo­ment­schlüs­sel zum Ein­satz kom­men soll.


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einfacher drehmomentschlüssel

Dreh­mo­ment­schlüs­sel — viel­sei­ti­ges Mess­werk­zeug für hohe Ansprü­che

Wozu braucht man den Drehmomentschlüssel?

Mit einem Dreh­mo­ment­schlüs­sel lässt sich ein Dreh­mo­ment bzw. Anzugs­mo­ment auf eine Schraube oder Mut­ter aus­üben, um Bau­teile kraft- und form­schlüs­sig mit­ein­an­der zu ver­bin­den.

Bei einem hohen Anspruch an die Schrau­ben­ver­bin­dung müs­sen die Schrau­ben mit einem maxi­mal zuläs­si­gem Dreh­mo­ment ange­zo­gen wer­den. Schrau­ben­ver­bin­dun­gen sind im Maschi­nen­bau uner­läss­lich um Bau­teile mit­ein­an­der zu ver­bin­den.

Wie benutze ich den Drehmomentschlüssel richtig?


Verschiedene Varianten des Drehmomentschlüssels

Hier wird zwi­schen mecha­ni­schen -/ und elek­tri­schen Dreh­mo­ment­schlüs­seln unter­schie­den.

mechanischer Drehmomentschlüssel

Den meis­ten dürfte die mecha­ni­sche Ver­sion am geläu­figs­ten sein. Sie ist robust, zuver­läs­sig und ein­fach zu hand­ha­ben. Sie zeich­net sich durch ein deut­lich erkenn­ba­res Aus­lö­se­si­gnal aus und bie­tet eine repro­du­zier­bare gleich­blei­bende Qua­li­tät beim Arbei­ten. Es wird zwi­schen 3 Aus­füh­run­gen unter­schie­den.

Der bekann­teste mecha­ni­sche Dreh­mo­ment­schlüs­sel dürfte der Knack­schlüs­sel sein. Er hat sei­nen Namen sei­nem akus­ti­schen Aus­lö­se­si­gnal zu ver­dan­ken, das ertönt wenn man das gefor­derte Dreh­mo­ment erreicht. Die Kraft­ein­lei­tung muss sofort gestoppt wer­den, wenn das “Knack­ge­räusch” aus­ge­löst wird, da man bei wei­te­rem Anzie­hen der Schraube das gewünschte Ergeb­nis ver­fäl­schen würde.

Eine wei­tere Vari­ante des mecha­ni­schen Dreh­mo­ment­schlüs­sels ist der sog. Knick­schlüs­sel. Er besitzt eine mecha­ni­sche Siche­rung, die es ihm erlaubt beim Errei­chen des gefor­der­ten Dreh­mo­ments durch­zu­kni­cken. Mei­ner Mei­nung nach stellt der Knick­schlüs­sel die sicher­ste Aus­lö­se­va­ri­ante dar, da ein wei­te­res Anzie­hen der Schrau­ben dank feh­len­der Kraft­um­lei­tung schlicht weg nicht mehr mög­lich ist.

Zu guter Letzt gibt es noch den Slip­per. Er unter­schei­det sich von den vor­he­ri­gen mecha­ni­schen Dreh­mo­ment­schlüs­seln durch sei­nen durch­rut­schen­den Aus­lö­se­me­cha­nis­mus, der ein unge­woll­tes Über­zie­hen ver­hin­dert.

elektrischer Drehmomentschlüssel

Die etwas luxu­riö­sere Vari­ante des Dreh­mo­ment­schlüs­sels ist der Elek­tri­sche Dreh­mo­ment­schlüs­sel. Der Haupt­un­ter­schied zum kon­ven­tio­nel­len mecha­ni­schen Dreh­mo­ment­schlüs­sel ist die digi­tale Anzeige.

Das Funk­ti­ons­prin­zip basiert auf Deh­nungs­mess­strei­fen auch kurz DMS, die sich im Inne­ren des Dreh­mo­ment­schlüs­sels befin­det. DMS sind Mess­ein­rich­tun­gen, die deh­nende und stau­chende Ver­for­mun­gen mit Hilfe von Halb­lei­tern erfas­sen. Mit dem Auf­brin­gen eines Dreh­mo­ments auf eine Schraube deh­nen sich die DMS, wodurch sich die Durch­mes­ser der Halb­lei­ter ver­rin­gern.

Diese phy­si­ka­li­sche Ände­rung hat zufolge, dass die elek­tri­sche Span­nung fällt. Mit einer ent­spre­chen­den Umrech­nung kann, dass Dreh­mo­ment über eine digi­tale Anzeige aus­ge­ge­ben wer­den.

In der Pra­xis wer­den die gefor­der­ten Dreh­mo­mente ein­ge­ge­ben. Eine Zusatz­funk­tion ermög­licht eine Zwi­schen­spei­che­rung der ein­ge­ge­be­nen Dreh­mo­mente.

gr-mann-idee

Wo wird der Drehmomentschlüssel eingesetzt?

Er wird zur Ver­schrau­bung von emp­find­li­chen Bau­tei­len ver­wen­det wie z.B. bei der Mon­tage von Halb­lei­ter bestück­ten Pla­ti­nen. Haupt­säch­lich fin­det die­ses Arbeits­ge­rät sei­nen Nut­zen im Maschi­nen­bau.

Der Fort­schritt und die Ent­wick­lung zwingt die Kon­struk­teure auf Leicht­me­talle zurück zugrei­fen. Leicht­me­talle wie z.B. Alu­mi­nium oder Magne­sium sind schick, modern und selbst­ver­ständ­lich leich­ter als Stahl. Lei­der haben schöne Dinge auch ihre Kehr­seite und da machen die Leicht­me­talle keine Aus­nahme.

Welches Anzugsmoment ist möglich?

In der Regel stel­len die Her­stel­ler ihre Dreh­mo­ment­schlüs­sel nie län­ger als 1,5 m her, da sie sonst zu sper­rig und unprak­ti­sch wären. Also hat unser Hebel­arm bei 1,5 m sein Maxi­mum erreicht.

Wid­men wir uns der Kraft zu. Unsere anwend­bare Kraft ist durch unsere Mus­kel­kraft begrenzt. Hier neh­men Her­stel­ler ein groß­zü­gi­ges Maxi­mum von 1000 N an, was einem Gewicht von ca. 100 Kg ent­spre­chen würde. Ich möchte nur dar­auf hin­wei­sen, wir betrach­ten hier maxi­male Aus­le­gungs­werte für den Hebel­arm und der Gewichts­kraft, sol­che Dimen­sio­nie­run­gen kom­men ziem­lich sel­ten vor.

Ein klei­nes Rechen­bei­spiel ver­deut­licht uns den gan­zen Sach­ver­halt. Wenn wir nun unse­ren Hebel­arm von 1,5 m mit der Kraft von 1000 N mul­ti­pli­zie­ren, bekom­men wir ein maxi­ma­les Dreh­mo­ment, das mit einem Dreh­mo­ment­schlüs­sel erreicht wer­den kann, von 1500 Nm.

Wenn man ein höhe­res Dreh­mo­ment als 1500 Nm benö­tigt, kann man das mit Dreh­mo­men­ver­stär­kern oder Hydrau­lik­schrau­bern rea­li­sie­ren.

Wie genau arbeitet ein Drehmomentschlüssel?

In den meis­ten Fäl­len unter­lie­gen sie der DIN Norm: DIN EN ISO 6789.

Der all­ge­meine Tole­ranz­be­reich liegt bei ± 4%. Es gibt auch Dreh­mo­ment­schlüs­sel die einen nied­ri­ge­ren Tole­ranz­be­reich besit­zen und somit auch genauer arbei­ten, aber meis­tens sind die auch mit höhe­ren Anschaf­fungs­kos­ten ver­bun­den. Nam­hafte Her­stel­ler, die eine ent­spre­chende Qua­li­tät im Hin­blick der Genau­ig­keit und Zuver­läs­sig­keit lie­fern sind bei­spiels­weise HazetGedore oder Pro­xxon.

Je nach Qua­li­täts­an­sprü­chen ist hier sein Arbeits­werk­zeug zu wäh­len. Wer sich nicht sicher ist, wel­chen Tole­ranz­be­reich sein Dreh­mo­ment­schlüs­sel besitzt, der kann sich fol­gen­den Leit­satz mer­ken:

drehmomentschlüssel kalibrieren

Es ist wich­tig den Dreh­mo­ment­schlüs­sel in
regel­mä­ßi­gen Abstän­den zu kali­brie­ren

Warum muss ein Drehmomentschlüssel in bestimmten Zeitabständen kalibriert werden?

Damit der Dreh­mo­ment­schlüs­sel wei­ter­hin zuver­läs­sig sei­nen Dienst ver­rich­ten kann und dabei immer genau und exakt arbei­tet, ist es not­wen­dig, ihn regel­mä­ßig in bestimm­ten Zeit­ab­stän­den zu kali­brie­ren. Grund­sätz­lich gilt, dass bei nahezu täg­li­cher Ver­wen­dung des Dreh­mo­ment­schlüs­sels eine jähr­li­che Prü­fung bzw. Kali­brie­rung emp­feh­lens­wert ist. Eine Kali­brie­rung kann aber auch frü­her not­wen­dig wer­den, wenn der Dreh­mo­ment­schlüs­sel zum Bei­spiel nicht mehr exakt arbei­tet. Anlass für eine außer­plan­mä­ßige Kali­brie­rung kann auch eine unsach­ge­mäße Benut­zung des Werk­zeu­ges geben. Die Her­stel­ler der Geräte geben außer­dem in den meis­ten Fäl­len bestimmte Prü­fungs­in­ter­valle vor, die ein­ge­hal­ten wer­den soll­ten, damit mit ver­läss­li­chen Anzugs­mo­men­ten gear­bei­tet wer­den kann. Dar­über hin­aus gibt es Her­stel­ler, die einen kos­ten­lo­sen Kali­brie­rungs­ser­vice für ihre Geräte anbie­ten. Damit ist die Mess­ge­nau­ig­keit quasi auf Lebens­zeit garan­tiert.

Auch wenn der Her­stel­ler des eige­nen Gerä­tes keine kos­ten­lose Kali­brie­rung anbie­tet, sollte nicht an ihr gespart wer­den. Sie sollte auch immer von einem Profi durch­ge­führt wer­den, der über die nöti­gen Fach­kennt­nisse für diese Pro­ze­dur ver­fügt. Denn wird ein Dreh­mo­ment­schlüs­sel benutzt, bei dem die Anzugs­mo­mente nicht stim­men, kann eigent­lich auch gleich dar­auf ver­zich­tet wer­den. Ins­be­son­dere an Fahr­zeu­gen kann der Ein­satz eines sol­chen Werk­zeugs sehr gefähr­li­che Fol­gen (zum Bei­spiel einen schwe­ren Ver­kehrs­un­fall) haben, die gerade durch die Ver­wen­dung eines Dreh­mo­ment­schlüs­sels ver­hin­dert wer­den sol­len.

Aller­dings lohnt sich eine Kali­brie­rung bei sehr güns­ti­gen Gerä­ten meist nicht. Oft­mals ist dann ein Neu­kauf güns­ti­ger. Zumal diese Geräte eine große Streu­ung auf­wei­sen kön­nen, was eine Kali­brie­rung deut­lich schwie­ri­ger gestal­tet als bei qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge­ren Dreh­mo­ment­schlüs­seln.

gr mann ideeWie oft sollte ein Drehmomentschlüssel knacken?

Ist das ein­ge­stellte Anzugs­mo­ment der Schrau­ben erreicht, kommt es bei Ver­wen­dung eines gän­gi­gen Knack- bzw. Klick-Schlüs­sels zu dem typi­schen kna­cken bzw. Klick-Geräusch. Das Kna­cken ist nicht nur hör­bar, son­dern auch fühl­bar. Grund­sätz­lich gilt: Je höher das Dreh­mo­ment ein­ge­stellt ist, desto deut­li­cher ist das Kna­cken spür- und hör­bar. In allen Fäl­len gilt, nach dem Kna­cken ist der Schraub­vor­gang unver­züg­lich zu been­den, um ein Über­dre­hen der Schrau­ben zu ver­hin­dern.

Wich­tig ist bei der Ver­wen­dung des Dreh­mo­ment­schlüs­sels des­halb auch, dass die Bewe­gun­gen bei Annä­he­rung an das ein­ge­stellte Dreh­mo­ment ruhig und gleich­mä­ßig aus­ge­führt wer­den, damit der „Knack­punkt“ nicht ver­passt wird und das Fest­zie­hen der Schraube recht­zei­tig nach dem ers­ten Kna­cken been­det wer­den kann. Nur so ist gewähr­leis­tet, dass es nicht zu einer Über­las­tung der Schraub­ver­bin­dung durch ein zu hohes Dreh­mo­ment kommt.

Neben den soge­nann­ten Knack-Schlüs­seln gibt es noch wei­tere Sys­teme, die mit ande­ren Kon­troll­me­cha­nis­men arbei­ten. Hierzu gehö­ren Slip­per und die soge­nann­ten Knick-Schlüs­sel. Die Slip­per ver­hin­dern das Über­dre­hen, indem sie bei Errei­chen des ein­ge­stell­ten Dreh­mo­men­tes von Rad­mut­tern oder ande­ren Schrau­ben ohne eine wei­tere Kraft­über­tra­gung über sie hin­weg schlup­fen. Die ver­al­te­ten Knick-Schlüs­sel funk­tio­nie­ren, indem sie bei Errei­chen des Grenz­wer­tes abkni­cken bzw. abbre­chen, um ein Über­dre­hen zu ver­hin­dern.

Feder entspannen Drehmomentschlüssel

Nach­dem Gebrauch den Dreh­mo­ment­schlüs­sel ent­span­nen um die Feder­vor­spann­kraft zu bewah­ren!

Nach dem Gebrauch Drehmomentschlüssel entspannen!?

Ein Dreh­mo­ment­schlüs­sel sollte nach geta­ner Arbeit immer ent­spannt wer­den. Das bedeu­tet, dass der Dreh­griff des Dreh­mo­ment­schlüs­sels auf den nied­rigs­ten Wert zurück­ge­dreht wird. Dadurch wird die Mecha­nik ent­las­tet und die Feder im Kern des Dreh­mo­ment­schlüs­sels geschont. Das erhöht die Lebens­dauer. Wird er wäh­rend der Arbeit vor­über­ge­hend bei­sei­te­ge­legt, braucht er nicht sofort ent­spannt zu wer­den. Aber wenn er mehre Stun­den nicht gebraucht wird, sollte immer daran gedacht wer­den. Spä­tes­tens, wenn der Dreh­mo­ment­schlüs­sel zurück in die Werk­zeug­kiste gelegt wird, ist das Feder­ent­span­nen Pflicht.

Der Grund dafür ist, dass die Feder bei per­ma­nen­ter Span­nung im Laufe der Zeit an Span­nung ver­liert und die Feder somit nicht mehr aus­rei­chend gespannt ist. Dann muss beim Anzie­hen der Schrau­ben mit vor­ge­ge­be­nen Dreh­mo­ment weni­ger Kraft als vor­her auf­ge­wen­det wer­den, um die Stärke der Federspan­nung und damit das ein­ge­stellte Dreh­mo­ment zu errei­chen. Vor die­sem Hin­ter­grund bedeu­tet dies, dass die Schrau­ben in einem sol­chen Fall mit einem gerin­ge­ren Dreh­mo­ment ange­zo­gen wer­den als ange­zeigt. Folg­lich zeigt die Skala des Dreh­mo­ment­schlüs­sels nicht mehr den rich­ti­gen Wert an. Wird so ein ver­stell­ter Dreh­mo­ment­schlüs­sel für Arbei­ten an Fahr­zeu­gen (zum Bei­spiel beim Rei­fen­wech­sel am Auto) benutzt, kann das gra­vie­rende Fol­gen haben und sogar in töd­li­chen Unfäl­len enden.

Außer­dem kann es durch man­geln­des Ent­span­nen pas­sie­ren, dass der Dreh­mo­ment­schlüs­sel irgend­wann gar nicht mehr ein­ge­stellt wer­den kann und ein Fall für die Müll­tonne wird. Das pas­siert dadurch, dass an der Gewin­de­spin­del, mit der die Feder gespannt wird, durch Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen mehr oder weni­ger Spiel ent­steht.

drehmomentschlüssel-einstellen zum Anziehen von Schrauben

Bevor man die Schrau­ben anzieht, muss man den Dreh­mo­ment­schlüs­sel ein­stel­len.

Welcher Drehmomentschlüssel für den Reifenwechsel?

Für den Rei­fen­wech­sel an einem Auto wird am bes­ten ein Knack- bzw. Klick-Schlüs­sel ver­wen­det. Diese sind beson­ders sta­bil und haben in der Regel eine lange Lebens­dauer. Es sollte ein 1/2 Zoll-Dreh­mo­ment­schlüss­sel sein, der rechts­dre­hend ist. Links­dre­hend braucht er nicht zu sein, zumal das Auf­dre­hen der Schrau­ben unter kei­nen Umstän­den mit dem Dreh­mo­ment­schlüs­sel erfol­gen sollte! Wer­den Schrau­ben mit einem Dreh­mo­ment­schlüs­sel gelöst, kann seine Mecha­nik beschä­digt wer­den. Außer­dem kann sich dadurch auch die Feder ver­zie­hen. Am Ende sind dann die Mess­ergeb­nisse unge­nau und das Werk­zeug defekt.

Im Regel­fall sollte der Dreh­mo­ment­schlüs­sel einen Mess­be­reich von 60 – 150 Nm lie­gen. Es kommt aber in ers­ter Linie auf das Fahr­zeug an. Im Zwei­fel hilft ein Blick auf unsere Dreh­mo­ment­ta­belle. Dort fin­den sich die Anga­ben des Her­stel­lers für das rich­tige Dreh­mo­ment. Dies ist unbe­dingt ein­zu­hal­ten, da sonst auch der beste Dreh­mo­ment­schlüs­sel nichts bringt, wenn die Rei­fen mit einem fal­schen Anzugs­mo­ment mon­tiert wer­den.

Auf jeden Fall gilt: Wer die Rei­fen an sei­nem Fahr­zeug selbst wech­selt, sollte einen Dreh­mo­ment­schlüs­sel benut­zen, um kein Risiko ein­zu­ge­hen. Ande­ren­falls besteht die Gefahr, dass die Rad­mut­tern mit einem fal­schen Dreh­mo­ment ange­zo­gen wer­den. Dies kann schwere Unfälle zur Folge haben, wenn sich das Rad wäh­rend der Fahrt löst, weil die Schrau­ben zu lose fest­ge­dreht wur­den oder es zu einem Abriss kommt, weil zu viel Kraft auf die Schrau­ben aus­ge­übt wurde. Wich­tig ist es in die­sem Zusam­men­hang auch dar­auf zu ach­ten, bei einem Druck­luft­schrau­ber mit einer Dreh­mo­ment­be­gren­zung zu arbei­ten und sämt­li­che Schrau­ben, Mut­tern und Gewinde nie­mals ein­zu­fet­ten, da hier­durch die Werte ver­fälscht wer­den und die Mon­tage mit einem zu hohen Dreh­mo­ment erfolgt.

Zusam­men­fas­send noch ein­mal alle nöti­gen Eigen­schaf­ten eines Dreh­mo­ment­schlüs­sels auf einen Blick:

Nuss Drehmomentschlüssel

Man sollte stets ein gro­ßes Sor­ti­ment an Nuss-Grö­ßen haben

Welche Nuss brauche ich für meinen Drehmomentschlüssel?

Die Nuss an einem Dreh­mo­ment­schlüs­sel ist die Ver­bin­dung zwi­schen dem Werk­zeug und der Schraube bzw. Mut­ter, die ange­zo­gen wer­den soll. Daher sollte hier ein gro­ßes Augen­merk dar­auf gelegt wer­den, dass sie zuein­an­der pas­sen. Was bringt der beste Dreh­mo­ment­schlüs­sel, wenn die Nuss eine schlechte Qua­li­tät hat oder nicht passt?

Der Weg zur pas­sen­den Nuss beginnt schon beim Kauf eines Dreh­mo­ment­schlüs­sels. Es bie­tet sich an, ein Set bestehend aus Dreh­mo­ment­schlüs­sel und einer groß­zü­gi­gen Aus­wahl an gän­gi­gen Nuss­grö­ßen zu erwer­ben. Ande­ren­falls sollte zumin­dest gleich ein Nuss-Set mit­ge­kauft bzw. bestellt wer­den. Pas­sen die Nüsse nicht zu 100% kor­rekt auf den Dreh­mo­ment­schlüs­sel, kann eine ver­nünf­tige und sichere Anwen­dung nicht gewähr­leis­tet wer­den.

Fast noch wich­ti­ger ist es aber, dass die rich­tige Nuss für die anzu­zie­hende Schraube oder Mut­ter ver­wen­det wird.Ist die Nuss zu klein, kann sie logi­scher­weise erst gar nicht über die Schraube bzw. Mut­ter gesteckt wer­den. Somit ist auch ein Fest­zie­hen nicht mög­lich. Eine zu große Nuss, auch wenn sie nur eine Num­mer zu groß ist, kann natür­lich über die Schraube oder Mut­ter gestülpt wer­den und auch das Fest­zie­hen mag gege­be­nen­falls funk­tio­nie­ren. Trotz­dem ist dies nicht zu emp­feh­len. Denn haben Schraube oder Mut­ter Spiel in der Nuss, kön­nen sie gerade beim kräf­ti­gen Anzie­hen in der Nuss durch­rut­schen. Dann wird nicht das gewünschte Anzugs­dreh­mo­ment erreicht und die Schraube nicht ord­nungs­ge­mäß fest­ge­zo­gen. Zudem kann die Schraube bzw. Mut­ter dabei Scha­den neh­men, indem sie rund­ge­dreht wird. Im Extrem­fall kann die Schraube dann spä­ter nicht wie­der gelöst wer­den, da der Schrau­ben­schlüs­sel durch­dreht. Auch die Nuss kann Scha­den neh­men, vor allem ein bil­li­ges Modell. Daher sollte hier auf ein mög­lich har­tes Mate­rial und eine hohe Qua­li­tät geach­tet wer­den.

Und noch ein klei­ner Tipp: Um die Alu­fel­gen am Auto zu scho­nen, sind Steck­nüsse mit einer Plas­tik­be­schich­tung von Vor­teil.

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Leichtmetalle sind empfindlicher

In der Regel sind Leicht­me­talle emp­find­li­cher gegen­über Schä­den in Form von Ver­for­mun­gen oder Bruch als Stahl. Hier muss akri­bi­sch auf die vor­ge­schrie­be­nen Werk­stoff­kenn­zah­len geach­tet wer­den. Zur Ein­hal­tung die­ser Werk­stoff­kenn­zah­len ist ein genaues Arbei­ten not­wen­dig, was den Dreh­mo­ment­schlüs­sel unent­behr­lich macht.

Hat der Bei­trag gehol­fen?
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